27.10.2012

# Rezensionen

[Rezi] Gesa Schwartz - Grim I. Das Siegel des Feuers

Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Fantasy
Reihe: Grim-Reihe, Teil I
Seitenzahl: 677


Teaser:
Gerade wollte sie sich abwenden, als sie ein Lachen vernahm, kristallen und hell wie Lichter auf den Wellen des Meeres. Mia verstand die Sprache nicht, in der die Nymphe im Brunnen sprach, aber sie konnte ihre Worte hören.




Handlung
Auf vielen Gebäuden in Paris sitzen sie: die Gargoyles. Diese steineren Figuren prägen seit Jahrhunderten das Stadtblid. Doch was die meisten Menschen nicht wissen ist, dass diese Figuren keineswegs aus totem Stein besetehen, sondern sehr lebendig zusammen mit anderen Wesen wie Gnomen tief unter Paris eine eigene Gemeinschaft haben, in der sie fernab der Menschen leben. Grim ist einer von diesen Gargoyles, und als strafversetzter Schattenflügler ist er seit einiger Zeit damit beschäftigt, die Menschen an der Oberfläche vor Dämonen, die sich in ihnen einnisten, zu beschützen. Bei einem seiner nächtlichen Kontrollgänge trifft er Moira, eine alte Gargoyle-Frau, die er sehr gerne mag. Diese Begegnung bringt Grims bisheriges Weltbild stark ins Wanken. Denn Moira spricht mit einem Menschen - und das, obwohl es strengstens verboten ist, sich einem von ihnen zu zeigen - und gibt ihm überdies auch noch ein geheimnisvolles Pergament.
Jakob - so heißt der junge Mann, dem Moira das Pergament anvertraut hat - gehört mit seiner Schwester Mia und beider Vater Lucas zu den wenigen Menschen, die in der Lage sind, die Wesen der Anderwelt zu sehen. Moira hat ihm aufgetragen, das Pergament zu beschützen und diesen Auftrag gibt er an Mia weiter, die bis dahin nichts von ihren Fähigkeiten wusste. Mias Welt stürzt daraufhin in sich zusammen, denn nicht nur das Eintauchen in die neue Welt, die von den Gargoyles regiert wird und alle anderen Wesen als minderwertig betrachtet, macht ihr Angst. Auch und vor allem die Gruppe Schwarzmagier, die hinter dem Pergament her sind und vor keiner Gewalt zurückschrecken, um es an sich zu bringen.

Meine Meinung
Dieser Auftakt einer Trilogie wirft den Leser gleich in eine ganz neue Welt. Zusammen mit Mia, für die das alles bisher auch völlig unbekannt war, entdeckt man die Anderwelt und ihre Bewohner.
Die Handlung ist aufgeteilt in zwei Stränge: Grims und Mias. Beide Stränge werden geschickt zusammen geführt und dann auch wieder getrennt, ohne dass der Verlauf der Geschichte künstlich in die Länge gezogen wird.
Mia ist ein junges Mädchen, das in Paris aufgewachsen ist und nach dme Tod ihres Vaters und dem Auszug ihres Bruders zusammen mit Mutter und der verrückten Tante Josie in einer Wohnung lebt. Sie besitzt wie ihr Vater großes Talent zum Zeichnen und ist allgemein sehr sensibel. Irgendwie kommt sie einfach mit der Welt, wie sie sich ihr darstellt nicht klar, und das ändert sich auch erstmal nicht, als Jakob ihr von der Anderwelt berichtet, die parallel zur 'unserer' Welt existiert. Zusätzlich zu ihren neu entdeckten magischen Fähigkeiten als Hartidin, die es erstmal kennenzulernen und zu beherrschen gilt, muss sie außerdem dafür Sorge tragen, dass diese schwarzen Gargoyle-Gestalten nicht an das Pergament rankommen, das Mia zwar öffnen, aber nicht lesen kann. So trifft sie auf Grim, der seiner Freundin Moira versprochen hat, auf Jakob achtzugeben und sich deshalb ebenfalls für das Pergament verantwortlich fühlt. Also versucht er, Mia und Jakob sowohl vor den fremden Schwarzmagiern, als auch vor den Gargoyles aus den eigenen Reihen zu beschützen. Denn die Reaktionen auf Menschen, die in ihrer Stadt auftauchen, sind nicht gerade gesund für diese Menschen.
Mir hat der Schreibstil der Autorin außerordentlich gut gefallen. Er ist sehr blumig und verschnörkelt und man wird von ihm regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Jeder Satz wirkt magisch, genau wie das bei einer guten Fantasy-Geschichte sein muss. Die Welt, die sie da erschaffen hat, ist voller bekannter Fantasy-Gestalten wie Drachen, Kobolden und Dämonen und auch einige Exkurse in Sagengeschichten - zum Beispiel in die nordische Sagenwelt - fehlen nicht. Hier muss ich allerdings einlenken, dass mir speziell dieser Abschnitt ein bisschen too much war. Es hat einfach so gewirkt, als hätte die Autorin eine Liste an Sagengestalten und -geschichten, die sie abhaken wollte. Dadurch entstehen im Verlauf auch immer wieder einige langgezogene Passagen.
Diese nehemen allerdings nicht Überhand und die meiste Zeit hält Schwartz den Leser durch den Spannungsbogen der Handlung in ihrer Geschichte gefangen. Die Charaktere sind wirklich schön ausgearbeitet - man könnte sogar von den Nebenfiguren längere Charakterisierungen schreiben (was ich grade auch irgendwie gerne machen würde, aber dann wäre der Text hier ein bisschen lang xD ). Die Elemente aus Fantasy, Liebesgeschichte und Drama sind aabsolut ausgewogen. Insgesamt vergebe ich vier sehr gute Wölkchen.

1 Kommentar:

  1. Von dem Buch habe ich noch gar nichts gehört, klingt aber gut. :) Ich habe dich getaggt: http://leseglueck.blogspot.de/2012/11/tag-fill-in.html
    Lg Steffi

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