06.01.2012

# Schufterei

[Gerede] Warum bin ich nachts nur so unglaublich produktiv...

...und tagsüber so gar nicht.
Da kann ich mir stundenlang den Kopf über etwas zerbrechen, ohne der Lösung des zu bewältigenden Problems auch nur einen Schritt näher zu kommen. Es ist, als sei mein Gehirn ein schwarzes Loch in dem alle guten Ideen verschwinden.
Jetzt gerade zum Beispiel ist es 1:24 Uhr. Bis vor zwei Stunden saß ich vor meinem Computer und hatte die Absicht einen Post zu schreiben. Aber es herrschte gähnende Leere auf dem Bildschirm vor mir, denn die Muse wollte mich einfach nicht küssen. Zwar habe ich immer ein paar Ideen im Kopf, aber was bringt das, wenn man nicht in der Lage ist, selbige anständig formuliert in einen  gut lesbaren Text zu transponieren?  Also bin ich ins Bett gegangen und habe dort auch bis vor 5 Minuten seelig geschlummert. Aber eben bin ich plötzlich aufgewacht und dachte nur: „Wie wär’s mit einem Blog über nächtliche Kreativitätsschübe?“
Die habe ich nämlich öfter.
Neulich zum Beispiel, als meine Schwester und ich unser gemeinsames Zimmer renoviert haben und uns einfach nicht für eine Wandfarbe entscheiden konnten. Um halb vier Uhr nachts riss ich die Augen auf und hatte nur einen einzigen Gedanken: CREMEFARBEN! Das war die ultimative Idee. Sieht super aus Noch ein paar Bahnen passende Mustertapete und schwupp, war die Sache gegessen. 
Manchmal passiert es auch, dass ich wach werde und aufrecht in meinem Bett stehe. Einfach so. Gut, besonders kreativ ist das nicht gerade. Aber was dann folgt ist ein beängstigender Motivationsschub, denn wenn ich ja dann schonmal wach bin, kann ich mich auch gleich an irgendwelche Uni-Arbeiten setzten. Und das mit einem unglaublichen Erfolg! Kaum auszudenken, wie ich mein Studium schaffen sollte, wenn ich nicht manchmal ungeplante Nachtschichten einlegen würde. 
Vielleicht sollte ich mal versuchen, ob sich dieser Trick auch in den Klausuren anwenden lässt...Das sähe dann wohl ungefähr so aus:
Ein düsterer, enger Raum. Literaturwissenschaftsklausur. Alle Studenten schreiben konzentriert. Die Kulis fliegen über das Papier und die Augen über den zu benutzenden Roman. Nur eine Studentin rührt sich nicht. Der verbitterte, hinterhältige und missgünstige Dozent  pirscht sich an sie heran, schubst sie unsanft und donnert mit einem bösartigen Blitzen in den abwaschwasserfarbenen Augen: „Was tust du da?! Wir schreiben hier gerade eine Klausur!!“ Verschlafen blickt die intelligente, talentierte und hübsche Studdentin(^.^) zu ihrem Peiniger auf und antwortet verunsichert: „Natürlich, das ist mit klar. Ich komme nur bei der Aufgabe 4c) nicht weiter und dachte, ich schlaf einfach mal drüber...“
Was danach mit der Studentin geschieht, darf hier auf Grund des Jugendschutzgesetzes nicht veröffentlicht werden.

Gut, ist also vielleicht keine so gute Idee.
Jedenfalls löse ich meine Probleme im Schlaf und zwar wörtlich. Super, oder?
Nicht ganz, denn nach einem dieser nächtlichen Geistesblitze bin ich halt wach und werde das auch noch die komplette Nacht durch und den nächsten Tag über bleiben, denn schlafen kann ich danach einfach nicht mehr. Was ein massives Müdigkeitsgefühl und chronische Unzurechnungsfähigkeit zur Folge hat.
Na ja, zum Glück gibt es ja das Internet mit seinen vielen zeitfüllenden Blog-Beiträgen, die mir die Zeit bis zum nächsten Morgen verkürzen ;)

Kommentare:

  1. das selbe hab ich auch , sehe es jedoch als nachteil :(

    Wäre ich tagsüber so produktiv , wäre ich viel glücklicher

    mfg

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    1. Naja, man muss wohl versuchen, das Beste draus zu machen :) Solange diese Anwandlungen nicht jede Nacht aufreten, geht's ja auch :D

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